Naturnah konservieren

Konservieren - das ist Einkochen oder Tieffrieren – im Prinzip die einzigen beiden Möglichkeiten, Gemüse und Obst für den Genuss ausserhalb der Saison haltbar zu machen. Seit dem 19. Jahrhundert wird durch Sterilisieren das Obst und Gemüse haltbar gemacht. Seit dem 20. Jahrhundert friert man ein. Dies hat zur Folge, dass traditionelle Konservierungsverfahren ausser Acht gelassen werden. Ein Beispiel dafür ist die Milchsäuregärung. Sie wird noch überall ausgeführt, wo sie noch nicht ganz in Vergessenheit geraten ist. Denn einst wurden viele Gemüsesorten milchsauer eingelegt, was heute allerdings nur noch mit Weisskohl üblich ist.

Viele Nahrungsmittel werden sehr schnell ungeniessbar, wenn sie an der frischen Luft vor sich hingammeln. Unter dem Einfluss von Enzymen dienen sie als Nährboden für abertausende Bakterien und Pilze, welche das Objekt der Begierde langsam in seine Atome zersetzen. Die radikalste Methode um diese Abbauprozesse zu verhindern, ist, das Nahrungsmittel in ein luftdichtes Gefäß hineinzugeben und es gemächlich auf 100 ° C zu braten. Dies war übrigens eine Entdeckung von dem Franzosen Nicolas Appert ( Ein hervorragender Koch und Konditor ). Er sorge dafür, dass die Konservenindustrie einen wahren Urknall erlebte.

Auch ohne die vollkommene Zerstörungen der Mikroorganismen kommen allerdings andere Konservierungsmethoden zum Erstaunen mancher Menschen aus.