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Balkonpflanzen überwintern

Winter: Die kalte Jahreszeit. Viele Pflanzen erleben ihn als eine Art Überlebenstest, manche sind frostfest bzw. winterhart und bleiben vom Winter verschont. Einige empfindliche Pflanzen, die auf sonnigen Balkonen ihr Heim gefunden haben ertragen die Kälte und den Frost überhaupt nicht.Deswegen ist es nun an der Zeit, diese frostempfindlichen Schützlinge in ein Winterquartier zu entführen.

Wie normale Pflanzen sich auf den Winter vorbereiten:

In allen Regionen, außer den wärmsten auf dieser Welt haben die meisten Pflanzen die Anlagen zur Vegeationsruhe im Winter. Aktiv wachsende Pflanzen können den eisigen Temperaturen nicht für längere Zeit widerstehen. In Folge haben diese Pflanzen sich angepasst. Die Vegetationsruhephase setzt ein, das Wachstum setzt aus und die Pflanze kehrt in einen Zustand der Ruhe ein, bis die Wachstumsbedingungen zurückkehren.

Wie Ihre Balkonpflanzen durch den Winter kommen:

Stellen Sie sicher, dass alle Pflanzen bei guter Gesundheit sind. Eine letzte „Fütterung“ ist auch sehr ratsam als Nährstoffpolster. Damit der Wurzelballen im Winter nicht gefriert sollte der Topf mit Noppenfolie oder einem Jute-Sack umwickelt werden. Dies hält schon warm und isoliert vor großem Kälteeinfluss. Vor Verdunstung und Schnee schützt man die Erde am besten mit Fichtenreisig, welche man in Blumengeschäften oder frisch an Heckselplätzen bekommt. Der Untertopf kann mit eine Styroporplatte versehen werden, damit der Topf und die Wurzeln vor Frost geschützt sind.

Balkonkasten Alpenveilchen Balkonkasten

Schädlinge

Halten Sie Ausschau nach Schädlingen. Viele Insekten – wie Blattläuse und Florfliegen überleben bis zum ersten harten Frost. Dieser Schädlingsbefall kann den Pflanzen in der frühen Vegeationsruhe im Winter die Kraft rauben und so sinkt ihre Überlebensrate.

Mulchen

Mulchen schützt die Wurzeln und bewahrt Feuchtigkeit. 1-2 cm Rinde schützen die Pflanzen vor plötzlichen Änderungen der Temperatur oder der Bodenfeuchte.

Gießen

Weiter gießen, wenn nötig. Outdoor Pflanzen brauchen Wasser, auch wenn sie nicht aktiv wachsen. Längere Trockenheit macht Pflanzen anfälliger für Verletzungen. Bewässerung bis zu einem Zentimeter pro Woche während Trockenperioden ist empfohlen.

Schneiden

Vermeiden Sie das Beschneiden innerhalb von sechs Wochen nach dem ersten Frost. Im Spätherbst kann das Beschneiden zu Trieben führen, welche nicht mehr aushärten können, also vermeiden Sie dies.

Warten Sie bei Pflanzen ab, welche über den Winter scheinbar abgestorben sind. Sie sind meist noch am Leben und blühen im Frühling wieder auf. Schneiden sie zerstörten Pflanzeteile über dem neuen Wachstum einfach ab.

Zudecken

Bedecken Sie ihre kälteempfindlichen Sträucher mit alten Decken um zusätzlichen Schutz während der harten Zeit zu bieten. Wenn Sie Kunststoff verwenden, lassen Sie dies nicht die Pflanzen berühren, sonst führt es dazu, dass die Extremitäten der Pflanzen beschadet werden.

Luftfeuchtigkeit

Die Heizungsanlagen in den meisten Häusern verringert die Luftfeuchtigkeit. Ergänzende Düngung oder ein Standortwechsel des Unterfangens kann die Gesundheit der Pflanzen in dem Fall verbessern.

Lichtversorgung

Die meisten Pflanzen vertragen ein paar Monate niedriges Lichtniveau während der Überwinterung. Überprüfen Sie die Pflanzen aber gelegentlich – Richten Sie Ihren Blick auf die Symptome des Lichtmangels. Dazu gehören Vergilben oder helles Laub, Fallenlassen oder Hängen der Blätter, und langbeiniges Wachstum. Wenn nötig, gehen Sie zu einem Gebiet mit höheren Lichtverhältnissen oder ergänzen Sie mit Growlampen. Ihr Garten-Center hat bestimmt die passende Beratung für den Umgang mit diesem Problem.

Nehmen Sie es leicht mit der Wiedereinführung der großen Pflanzen. Häufig tritt ein Sonnenbrand des Laubes auf, wenn die Pflanzen zu schnell in intensives Licht gebracht werden. Nachdem die Frostgefahr vorüber ist, gewöhnen sich die überwinterten Pflanzen ganz allmählich ein. Platzieren Sie die Pflanzen gegebenenfalls in einem Zwischenbereich wie einer überdachten Veranda oder einem Baldachin, bevor Sie sie in die pralle Sonne stellen.

Zurück ins Freie

Der Frühling ist eine gute Zeit, um zu sehen, wenn Pflanzen sich im Topf verwurzelt haben. Sind die Pflanzen gewelkt? Haben Sie eine schlechte Farbe? Sind Blätter abgefallen? Legen Sie den Topf auf die Seite und klopfen Sie die Pflanze leicht aus dem Topf heraus. Wenn der Topf überfüllt mit Wurzeln ist oder durch die Entwässerung sogar Löcher gewachsen sind ist es Zeit für's Umtopfen. Bunte und praktische Container für diesen Zweck gibt es im Fachgeschäft im Internet.

Mit diesen Tipps entlassen wir Sie und wünschen Ihnen einen freudigen Winter.