Überwintern von Kübelpflanzen

Nachdem man sich das ganze Jahr über an ihnen erfreut und sie großgezogen hat, will man seine Kübelpflanzen natürlich auch erfolgreich über den Winter bringen.

Als Kübelpflanzen bezeichnet man normalerweise exotische Pflanzen, die aus tropischen oder subtropischen Gefilden nach Mitteleuropa importiert wurden. Entsprechend sind die meisten auch nicht gerade gut auf Frost zu sprechen.

Der offensichtliche Vorteil beim Überwintern von Kübelpflanzen: Sie sind ohnehin mobil, im Kübel eben. Also kann man sie bequem und sauber ins Haus bringen, vorausgesetzt man hat den Platz. Falls man sich in der Wohnung ansonsten zu beengt fühlt, kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch Garage oder Keller heranziehen oder auch versuchen, die Pflanzen gut zu verpacken und doch im Freien zu lassen.

Agapanthus

Allgemeines zum Überwintern von Kübelpflanzen

Grundsätzlich gilt, dass man die Unterbringung im Winterquartier so kurz wie möglich halten sollte. Man präpariert bzw. versetzt die Pflanzen also so spät wie möglich. Sie sollten im Winter nicht zu stark gegossen werden. Da sie dann kaum Wasser benötigen, steigt die Fäulnisgefahr. Die Pflanzen benötigen Licht, Luft und gemäßigte Temperaturen, man stellt sie also in einen hellen, belüftbaren Raum, das muffige Kellerabteil wird vielen Pflanzen nicht gerecht werden. Zum Platzsparen kann man auch einen Teil des frischen Austriebs zurückschneiden.

Überwintern im Gewächshaus

Das frostfreie Gewächshaus ist der beste Ort für die Überwinterung von Kübelpflanzen, die keine Kälte mögen. Es bietet viel Licht, Wärme und normalerweise gute Möglichkeiten zur Belüftung beziehungsweise zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Wer ein Kleingewächshaus in seinem Garten hat, der sollte dieses also unbedingt für die Überwinterung seiner Pflanzen nutzen, vorrausgesetzt es ist beheizbar. Ausführliche Informationen über das Überwintern im Gewächshaus finden Sie hier (gewaechshaus-shop.com).

Überwintern im Wohn- oder Schlafzimmer

Palmen, Yucca und Ölbäume sind zum Überwintern im Zimmer geeignet. Beim Überwintern im Zimmer wächst die Pflanze weiter und muss im Frühjahr stärker geschnitten werden. Die trockene Heizungsluft bekommt ihnen aber eher weniger, es wird also unter Umständen schwer, den Bedürfnissen von Mensch und Pflanze gleichzeitig gerecht zu werden.

Wintergarten

Der Wintergarten ist leider nicht so gut geeignet wie man instinktiv vermuten würde. Wenn tagsüber die Sonne scheint, wärmt er sich teils bis auf sommerliche Temperaturen auf um dann zur Nacht auf Minusgrade abzustürzen. Solche Schwankungen bekommen den Pflanzen natürlich gerade in der Winterruhe überhaupt nicht.

Keller

Wenn schon im Keller, dann sollte den Pflanzen dort wenigstens Ruhe vergönnt sein. Der Keller ist nur für Pflanzen geeignet, die sich in Winterruhe versetzen lassen, dafür sind dann einstellige Temperaturen und Dunkelheit am besten geeignet. Gießen sollte man kaum, nur so viel, damit die Wurzeln nicht vollkommen austrocknen. Dafür geeignet sind Pflanzen wie Hanfpalmen, Agaven, Lorbeer, Bleiwurz, Engelstrompeten und viele andere Nachtschattengewächse.

Garage

Nur für robuste Pflanzen geeignet. Dazu gehören Yucca, Ficus, Hanfpalmen und Granatapfel. Aber auch diese vertragen keine längeren Frostphasen. Außerdem sollte Tageslicht und vor allem Luft hineingelangen können, die Abgase der Autos tun den Pflanzen naturgemäß nichts gutes an.

Zu guter Letzt gibt es bei manchen Kübelpflanzen die Möglichkeit, sie im Freien zu überwintern. Dabei ist zu beachten, dass sie an einem vor Wind und direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort untergebracht werden sollten. Den Wurzelballen oder Topf und den Fuß der Pflanze umwickelt man mit Jute und füllt den Freiraum mit trockenem Laub oder Stroh. Den oberen Teil der Pflanze bedeckt man auch mit Jute oder einer Strohmatte und breitet eine Decke aus Laub oder Zweigen darauf aus. Ein heikler Punkt ist das Gießen der Pflanze, weil man darauf achten muss, dass die Pflanze nicht austrocknet, die Wurzeln aber auch nicht unter gefrierendem Wasser übermäßig leiden. Dazu sollte die Erde gut aufgelockert sein, am besten mit grobem Sand oder Blähton vermischt.